Akkus richtig lagern und laden

So optimierst du die Akku-Lebensdauer!

Akkus begleiten uns jeden Tag. Ob in Smartphones, Laptops, E‐Bikes, E-Autos oder als Akkus für Werkzeuge. Trotzdem gibt es im täglichen Umgang einiges, was wir besser machen können, um die Lebensdauer zu optimieren. In diesem Akku‐Ratgeber, erfährst du, wie du die handlichen Energiespeicher richtig laden und lagern kannst, um einen Kapazitätsverlust zu verhindern beziehungsweise zu verlangsamen. Wir klären den Mythos Memory‐Effekt und frischen dein Wissen zu den wichtigsten Einheiten und technischen Daten auf. Wie war das noch mit Watt, Volt und Amperestunden? Hier kommt deine Portion Akku‐Know‐how:

Watt, Ah, Volt, Memory-Effekt und Co.? In diesem Blog erfährst du alles, was du zum Thema Akku wissen solltest.

Warum verlieren Akkus an Kapazität?

Unter „altern“ versteht man in diesem Kontext den Verlust an Kapazität und damit an Laufzeit. Jeder kennt das Phänomen, dass dem Smartphone nach einigen Jahren immer schneller der Saft ausgeht. Daher gilt der Akku auch als Verschleißteil. Der Grund liegt in den chemischen Prozessen, die beim Laden und Entladen stattfinden. Dabei werden die verfügbaren Lithium‐Ionen immer weniger und das führt zwangsläufig irgendwann zu Kapazitätsverlusten in der Batterie.

Ein Akku kann zudem sogar ohne Verwendung altern, z. B. durch die entstehende Hitze, wenn er direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Dass Lithium-Ionen-Akkus altern, ist also ganz normal. Trotzdem kann man einige Dinge beachten, die den Verlust von Kapazität verlangsamen und eine längere Lebensdauer unterstützen.

Der Akku ist ein Verschleißteil, denn er verliert mit den Jahren durch chemische Prozesse beim Laden und Entladen an Kapazität.

Akkus richtig laden: so geht's!

Ladegerät anstecken und fertig? Auch beim Aufladen gibt es Optimierungspotenzial! Der Ladestrom, gemessen in Ampere (A),  beispielsweise ist ein entscheidender Faktor, denn es macht einen großen Unterschied, ob Lithium-Ionen-Akkus schnell oder langsam geladen werden. Dabei gilt: je höher der Ladestrom, desto geringer ist die Lebensdauer der Batterie. Mit welchem Ladestrom dein Ladegerät lädt siehst du an der Amperezahl auf dem Datenlabel: Ladegeräte mit 3 A sind in den meisten Fällen mehr als ausreichend, um deinen Werkzeugakku zu laden. Wenn es mal schneller gehen soll, haben auch Ladegeräte mit 6 A oder mehr ihre Daseinsberechtigung, wie z. B. unser Boost Charger. Achte einfach darauf, diese nicht bei jedem Ladezyklus, sondern wirklich nur dann zu benutzen, wenn Zeit tatsächlich ein kritischer Faktor ist. Darum ist bei unserem Boost Charger die Boost‐Funktion auch optional per Taste zuschaltbar.

Ein weiterer Faktor ist Temperatur: Laden bei tiefen Temperaturen sollte vermieden werden, denn auch das verkürzt die Lebensdauer. Unter 0° C solltest du auf keinen Fall laden. In unseren Einhell Ladegeräten ist deshalb extra eine Schutzfunktion integriert, die den Ladevorgang verhindert, sollte der Power X-Change Akku zu kalt oder zu heiß sein.

Mit unserem Power X-Boostcharger kannst du deinen Akku per Boost-Modus mit 6 Ampere Ladestrom noch schneller laden.

Wann solltest du Laden? Was ist der Memory Effekt?

Wie sieht es aber mit dem Memory-Effekt aus? Gibt es den überhaupt noch oder ist er ein Mythos? Dank moderner Lithium-Ionen-Akkus können wir heutzutage glücklicherweise sagen, dass es diesen sogenannten Memory-Effekt in der Form nicht mehr gibt.

Aber was ist der Memory-Effekt eigentlich? Er tritt dann ein, wenn Batterien zwischengeladen werden, obwohl sie noch nicht leer sind. Speziell bei den inzwischen veralteten Nickel-Cadmium-Batterien führte das dazu, dass diese sich den Ladestand "gemerkt" haben und dann beim nächsten Ladevorgang nicht mehr bis zur vollen Kapazität geladen werden konnten.

Heutzutage sind die meisten Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, wie auch unsere Power X-Change Reihe. Diese haben nicht nur eine deutlich längere Laufzeit, bei ihnen spielt auch der Memory-Effekt keine Rolle mehr. Dennoch ist es auch bei den neuen Energieträgern entscheidend, wie lange und wann sie geladen werden. Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Kapazität der Akkus schlechter wird, wenn die Batterie oft zu lange an das Ladegerät angeschlossen ist. Gerade die letzten Prozent Ladung beanspruchen den Energiespeicher besonders. Auf der anderen Seite sollte ein Li-Ion-Akku aber auch nicht gänzlich entladen werden, denn dann kann es zur Tiefentladung kommen. Übrigens: Unsere Power X-Change Akkus zeigen – beispielsweise durch Blinken – an, dass sie leer sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie tiefentladen sind.

Depending on the model, you can check the charge level of your battery via LED display or LED lights.

Was ist die Tiefenentladung?

Moderne Akkus schalten selbständig ab, sobald ein bestimmter Mindest‐Ladezustand unterschritten wird. So soll eine schädigende Tiefentladung verhindert werden. Von einer Tiefentladung spricht man, wenn die gesamte Akku‐Kapazität entnommen bzw. dieser Mindestladewert unterschritten wurde. Dies passiert meist bei der Einlagerung von leeren Akkus, wenn diese sich noch weiter selbst entladen. Findet die Selbstentladung zu lange statt, kommt es zur Tiefentladung, was eine dauerhafte Schädigung verursachen kann. Können solche tiefentladenen Akkus noch gerettet werden? Ja, manchmal.

Tipp: Unsere Power X-Change Ladegeräte sind mit einem Refresh Modus ausgestattet. Wird ein Akku in das Ladegerät eingesteckt, dessen Tiefentladung noch nicht zu weit fortgeschritten ist, kann der Akku in vielen Fällen noch „gerettet“ werden. Dabei lädt das Ladegerät den Lithium-Ionen-Akku ganz vorsichtig, bis der Mindestladewert erreicht ist. Danach kann er wieder ganz normal geladen werden.

Unsere Ladegeräte sind mit einem Refresh-Modus ausgestattet, mit dem tiefentladene Akkus oftmals gerettet werden können.

Zwischenladen: Darf ich das?

"Am wohlsten“ fühlt sich ein Lithium‐Ionen‐Akku bei einem Ladezustand von 30 bis 70 Prozent. Bei Power X‐Change Akkus entspricht das übrigens genau zwei leuchtenden LEDs auf der Ladezustandsanzeige. Genau gegensätzlich zu älteren Akku-Technologien, ist also bei Lithium‐Ionen‐Akkus ein kurzes Laden zwischendurch durchaus sinnvoll.

Diese Eigenschaft haben wir uns bei der Entwicklung unserer patentierten Multi-Ah-Technologie zunutze gemacht: Der 4–6 Multi‐Ah‐Akku von Einhell kann sowohl als 4 Ah Akku, als auch als 6,0 Ah Akku genutzt werden. Als 4 Ah Batterie werden die Zellen dabei nur im Optimalbereich ge- und entladen. Das heißt, wenn der Akku auf 4 Ah eingestellt ist, werden die Zellen geschont und die Lebensdauer des Akkus erhöht.

Bei unseren Multi-Ah Akkus kannst du zwischen verschiedenen Ah-Einstellungen wählen und beeinflusst damit die Lebensdauer des Akkus.

Ein Akku – zwei verschiedene Laufzeiten

In unserem Power X-Change Sortiment findest du neben dem 4-6 Ah auch den 5-8 Multi-Ah-Akku. Bei diesen Modellen kannst du den Akku per Knopfdruck in die für dich geeignete Ah-Einstellung wandeln. Nutzt du die Batterie in der höheren Ah-Einstellung, maximierst du die Laufzeit, also die Zeit, die du mit einer Akkuladung arbeiten kannst. Die Gesamtlebensdauer der Akkus wird dadurch nicht negativ beeinflusst. Willst du deinen Power X-Change Akku aber zusätzlich schonen und seine Gesamtlebensdauer um bis zu 300% verlängern, kannst du ihn mit der geringeren Amperestunden-Einstellung verwenden.

Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern: wo, wie und wie lang?

Der Raum zum Lagern sollte trocken und vor Staub geschützt sein. Grund dafür ist eine Brückenbildung zwischen Plus‐ und Minuspol über die Luft. Diese beschleunigt sich, je höher die Luftfeuchtigkeit ist. Daraus ergibt sich, dass der Lithium-Ionen-Akku beginnt, sich selbst zu entladen und das erhöht die Gefahr einer Tiefentladung.

Wie bereits angesprochen, spielt die Temperatur ebenfalls eine entscheidende Rolle. Für Akkus wird eine Temperatur zwischen 10–40 Grad Celsius empfohlen, eine kühle Raumtemperatur von 15–20 Grad Celsius ist jedoch optimal. Da gerade höhere Temperaturen die Alterung beschleunigen, sollten die Lithium-Ionen-Akkus also auch vor Sonnenlicht und direkter Hitze geschützt sein. Eine zu niedrige Temperatur, heißt Temperaturen unter 0 °C, sollten aber ebenfalls vermieden werden. Im Winter sollten also die Akkus der kabellosen Gartengeräte nicht in der Garage, sondern lieber in einem frostfreien Keller oder direkt im Haus gelagert werden.

Bei der Aufbewahrung solltest du zudem darauf achten, sie nicht zu lange einzulagern. Idealerweise ist eine Zeitspanne von bis zu sechs Monaten einzuhalten. Bei einer langen Lagerung sollte die Batterie einen Ladezustand von ca. 30–70 Prozent besitzen. Bei Power X‐Change Akkus erkennst du das daran, dass noch 2 LEDs leuchten. Außerdem sollte der Akku vom Ladegerät getrennt aufbewahrt werden, um eine vorzeitige Alterung zu verhindern.

Deine Akkus sicher und geordnet aufbewahren? Dabei kann dir auch unsere Power X-Change Akku-Wandhalterung helfen!

Kennzahlen bei Lithium-Ionen-Akkus

Technische Werte

Die wichtigsten Akku‐Kennzahlen sind Amperestunden (Ah) für Laufzeit und Watt (W) für Power. Zum besseren Verständnis kannst du dir zum Vergleich ein Auto als Beispiel vorstellen. Während die Ampere‐Stunden beim Auto für Tankinhalt oder Reichweite stehen, ist die Watt-Zahl für die Power, also beim Auto die PS verantwortlich. Dies gilt für den Vergleich innerhalb einer Leistungsklasse, die in Volt (V) angegeben wird. Hier haben sich speziell bei Werkzeugakkus die Voltklassen 10,8 V, 18 V und 36 V etabliert. Wer sich noch an die Physik‐Stunden in der Schule erinnern kann, weiß 1 W = 1 V * 1 A. Das bedeutet, wenn sich die Spannung (Volt) verdoppelt, so verdoppelt sich auch die Power (Watt).

Schon gewusst? Statt eigens 36 V Akkus zu verwenden, können dank der Einhell Twin‐Pack‐Technologie einfach zwei 18 V Power X-Change Akkus in einem 36 V Gerät kombiniert werden. Das spart Geld und schont die Umwelt – und liefert trotzdem doppelte Power!

Akku-Gürtel zur Gewichtsentlastung

Eine ebenfalls relevante Rolle spielt das Gewicht eines Li-Ion-Akkus, denn dieses beeinflusst letztlich, wie handlich ein Gerät ist. Bei einem Akku‐Rasenmäher mag ein halbes Kilo keinen Unterschied machen, bei längeren Arbeiten mit dem Akku‐Bohrschrauber hingegen können 500 g ziemlich ins Gewicht fallen. Abhilfe schafft hier unser Akku-Gürtel. Mit diesem können zum Beispiel bei der Arbeit mit einer 36 V Heckenschere beide Akkus im Gürtel an der Hüfte getragen werden. So lastet weniger Gewicht auf den Armen, was vor allem für zeitintensive Arbeiten eine wichtige Entlastung sein kann.

Übrigens: Bist du auf der Suche nach einem leichteren Akku mit ordentlich Power, kannst du dir unsere Power X-Change PLUS Akkus genauer ansehen. Durch neueste Lithium-Ionen-Zellen sind diese Akkumodelle kompakter und leichter – ohne Einbußen bei Power und Leistung.

Der Akku-Gürtel dient zur Entlastung der Arme, indem du das Gewicht der Akkus einfach um die Hüfte trägst.

Achtung: Warum 18 V und 20 V eigentlich das Gleiche ist

18 V = 20 V? Nein, uns ist hier kein mathematischer Fehler unterlaufen. Bei Werkzeugen kommt es häufiger vor, dass z. B. 18‐Volt‐Geräte als 20‐Volt‐Geräte oder 36‐Volt‐Geräte als 40‐Volt‐Geräte präsentiert werden. Ist das dann gelogen? Nein.

Lithium‐Ionen‐Akkus bestehen aus Akkuzellen mit 3,6 V Nominal‐ bzw. Nennspannung. Die maximale Spannung liegt in aufgeladenem Zustand jedoch bei ca. 4,0 V liegen. Wenn nun mehrere Akkuzellen in Reihe geschaltet werden, ergibt das z. B. 5 * 3,6 V = 18 V und 5 * 4,0 V = 20 V. Die eingesetzte Technik – und damit die Leistungsfähigkeit – ist aber die Gleiche. Lass dich also nicht verwirren! 

Die leistungsfähigen und langlebigen Lithium-Ionen-Akkus der Power X-Change Reihe sind mit modernster Technik ausgestattet.

Fazit

Du siehst also, auch moderne Lithium-Ionen-Akkus bedürfen einer sorgfältigen Behandlung – obwohl sie bei weitem nicht mehr so empfindlich sind wie ältere Energiespeicher. Mit unseren Tipps kannst du aber die Lebensdauer deiner Akkus ganz einfach verlängern und hast so noch länger Freude an ihrer kabellosen Energie.